Ich mache Schluss.

Ein Manifest gegen chronische Selbstoptimierung

Mein Alltag war schon so vollgestopft wie die Ramsch-Schublade in der Küche… und trotzdem wollte ich immer noch mehr reinpressen.

(Kein Wunder, dass das blöde Ding irgendwann dauerhaft geklemmt hat.)

Der Trugschluss

Lange Zeit dachte ich, dass es genau das ist, was im Leben wichtig ist: sich immer neue, größere Ziele zu stecken, noch mehr aus sich rauszuholen, noch effizienter zu arbeiten und noch sparsamer zu leben. Doch damit lag ich falsch.

Eigentlich wollte ich nämlich nicht »noch mehr«. Insgeheim arbeitete ich nur auf den Moment hin, an dem ich mich endlich genug fühlen und mir eine Pause erlauben konnte.

Doch dieser Punkt kam nie. Stattdessen kam eine Depression.

Mittlerweile habe ich begriffen, dass »sich genug fühlen« nicht davon kommt, noch mehr zu tun, sondern weniger.

Deshalb habe ich mir dieses Jahr keine Vorsätze nach der SMART-Methode überlegt. Dieses Jahr habe ich Schluss gemacht.

Wovon ich mich verabschiedet habe

  • Ich habe Schluss gemacht mit dem Glauben, nur wertvoll zu sein, wenn ich leiste.
  • Ich lasse mich nicht länger von Zukunftsangst beirren, denn sie verwehrt mir nur den Blick auf das, was ist.
  • Ich bin nicht länger ein Spiegel der Meinung anderer.
  • Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, ich hinge im Leben hinterher.
  • Ich habe aufgehört, meinen Weg zu hinterfragen.
  • Ich verschiebe meine Träume nicht mehr auf später, weil ich »erstmal was Vernünftiges machen muss«.
  • Ich sage nicht mehr »alles gut«, wenn ich innerlich am Heulen bin.
  • Ich habe Schluss gemacht mit meinem überfüllten Kalender, weil kein Zeitmanagement der Welt »zu viel« in »weniger« verwandeln kann.
  • Ich muss nicht länger jeden Tag die gleiche Leistung bringen.
  • Ich stopfe nicht mehr jede Minute meines Alltags mit To Dos voll.
  • Ich habe aufgehört, alles in doppelter Geschwindigkeit zu machen, weil mir das auch nicht mehr Lebenszeit schenkt.
  • Ich habe damit Schluss gemacht, mich selbst zwanghaft in eine kleinere Form pressen zu wollen.
  • Ich behandle meinen Körper nicht länger wie ein Nutztier, denn er ist das einzige Zuhause, das mich mein Leben lang begleitet.
  • Ich habe damit aufgehört, meine Gesundheit für die Anerkennung anderer aufs Spiel zu setzen.
  • Ich habe Schluss gemacht mit people pleasing, Selbstzweifeln, negativen Gedanken, Grübelschleifen, falscher Bescheidenheit, Hektik, »Aber das geht doch nicht«, Zwang, Missgunst und »Ich kann das nicht«.
  • Stattdessen habe ich mich geöffnet für Vertrauen, Inspiration, Liebe, Magie, Glück und Begeisterung.
  • Ich bin mir all das wert – weil ich bin.

Die Erlaubnis

Du musst dich nicht wie die unbezahlte Praktikantin in deinem eigenen Leben fühlen.

Du darfst mehr wollen.

Und Du darfst mehr sein.

Ehrlich gesagt…

Du bekommst keinen Preis dafür, dich immer nur aufzuopfern.
Im Gegenteil – Du zahlst ihn.